2026

"Was bleibt". ZUR AUSSTELLUNG Erinnerungen prägen unser Leben. Doch Erinnerung ist kein festes Archiv, das einfach bewahrt wird. Sie ist selektiv, wandelbar und emotional. Sie verändert sich mit den Blicken derjenigen, die erzählen, und mit den gesellschaftlichen Kontexten, in denen Geschichte verhandelt wird. Die Ausstellung widmet sich diesem Prozess und zeigt, wie Künstler*innen Erinnerung festhalten, verarbeiten, hinterfragen oder überschreiben. Dabei bewegen sie sich zwischen persönlichen und kollektiven Erfahrungen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen Bewahren und Vergessen. Erweitert wird die Ausstellung durch zeitgenössische Positionen: Die Künstler*innen Sarah Maria Steuer und Stanislaw Heinzel (Kunst-Stipendiaten der Werner Konrad Siegert Stiftung) sowie Barbara Marie Hofmann und Charlotte English wurden eingeladen, sich mit dem Thema Erinnern auseinanderzusetzen. Daraus entstanden eigens für die Ausstellung geschaffene Werke. Sie eröffnen unterschiedliche künstlerische Zugänge zum Thema Erinnern und machen dessen Vielschichtigkeit erfahrbar. Mit Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst lädt die Städtische Wessenberg-Galerie dazu ein, Erinnerung als aktiven Prozess zu verstehen – im Erzählen, im Weglassen, im Deuten und im künstlerischen Zugriff. Sie richtet den Blick auf das, was bleibt, und auf das, was verschwindet. Gezeigt werden Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, die einen vielstimmigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart eröffnen. Mit Werken unter anderem von Ruth Biller, Hans Breinlinger, Martha Sophie Burkhardt, Dor Guez, Matthias Holländer, Susanne Kiebler und Finja Sander.
APRIL 24.-JUNE 25, 2026

Vom 24. April bis 25. Juni 2026 zeigt ANNA LAUDEL Düsseldorf im ersten Obergeschoss die Einzelausstellung With the Heart of a Sailor der Berliner Künstlerin Ruth Biller und präsentiert neue Arbeiten auf Papier und Leinwand, die zwischen Zeichnung und Malerei, Erinnerung und Imagination angesiedelt sind und sich aus einem kontinuierlichen Prozess des Sammelns, Überarbeitens und Weiterentwickelns heraus entfalten.Billers künstlerische Praxis verbindet Zeichnung, Malerei und Mixed-Media-Techniken, in denen sie häufig auf Skizzen und Bildideen zurückgreift, die über viele Jahre entstanden sind. Diese Motive überführt sie in neue malerische Zusammenhänge und navigiert so durch offene, vielschichtige Bildräume.Material und Prozess spielen dabei eine zentrale Rolle. Wachs, Farbstifte, Tusche und Spray kommen ebenso zum Einsatz wie klassische Malerei auf Leinwand. Durch das Überlagern verschiedener Techniken entstehen Arbeiten, in denen Linien, Figuren und Farbflächen miteinander verschmelzen und neue Bildzusammenhänge bilden.Inspiration findet Biller sowohl in kunsthistorischen Bildwelten als auch in alltäglichen Beobachtungen. Referenzen an ältere Bildtraditionen treten neben zeitgenössische Motive und urbane Eindrücke. Bewegung und Ortswechsel prägen dabei den Arbeitsprozess der Künstlerin und fließen immer wieder in ihre Bildwelten ein.

 
 
 
APRIL.-OKTOBER 2026
„Dialogues“, Group-exhibition, Khan Hadji Nikoli Museum, Veliko Tavorno, Bulgarien
Die Gruppenausstellung im historischen Zentrum von Veliko Tavorno zeigt unterschiedliche Werke zum Thema Dialoge. Ruth Biller hat sich 2025 als Artist in Residence in der berühmten Stadt mit Zarenburg aufgehalten und sich mit dem Fluss Jantra beschäftigt. 2 Zeichnungenm aus dieser Zeit hat sie auf Einladung der Kuratorin Elena Yagodovskaya nun für die Ausstellung ausgesucht. Die Arbeiten beziehen sich auf Geschichten, die Ruth Biller fiktiv zum Fluss Jantra aufgeschrieben und auch filmisch dokumentiert hat.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

PPSD PPSD WEEKS ISTANBUL


JANUARY 24 – FEBRUARY 22, 2026.      
For the first time, Anna Laudel Istanbul opens all four floors of the gallery to the public, presenting four distinct artistic disciplines together: photography, works on paper, sculpture, and digital art.PPSD, invites viewers to reflect on different modes of expression. Each floor, in sequence, offers a distinct encounter that moves from the tactile to the technological. Bringing together both past and recent works by the participating artists, the exhibition creates a cross-cultural space of dialogue that establishes continuity between perceptions and visions.The exhibition begins on the entrance floor with a selection of photography. The works in this section approach photography both as an art object and as a conceptual mode of expression. This selection features works by artists including Brigitte Spiegeler, Cansu Yıldıran, and Lennart Brede.On the first floor, visitors encounter a selection centered on paper as both a surface and a mode of expression. Focusing on the transformation of material into a tool, this floor makes processes of experimentation and research visible through drawings, paintings, and mixed-media works on paper. Bringing together artists and works in diverse styles, the curatorial selection includes Ardan Özmenoğlu, Ruth Biller, and Tuğçe Diri, among others.The next floor introduces sculpture as a discipline in which form occupies space and invites the viewer to physically experience its dimensions. The weight of materials, scale, and spatial relationships activate the visitor, transforming the act of viewing into a bodily experience. Works by artists including Bilal Hakan Karakaya, Ramazan Can, and Anke Eilergerhard are presented on this floor.On the final floor of the exhibition, works by Cem Sonel, Ecem Dilan Köse, and Sarp Kerem Yavuz create a space that pushes conventional techniques and disciplines a step further, reinterpreting traditional modes of expression. Here, the artwork is no longer static; instead, it unfolds over time, inviting viewers to interact and reflect on how technology transforms our ways of seeing and producing.Together, these four encounters form PPSD, a technical and discipline-based field of exploration that examines how artistic expression evolves through different materials and techniques.

https://annalaudel.gallery/exhibitions/ppsd-weeks-istanbul-january-24-february-22-2026-istanbul/

Opening Hours
Closed on Monday
Tue – Sat: 12 pm until 7 pm
Sunday: 12 pm until 6 pm

Kazancı Yokuşu No: 45-49a
Gümüşsuyu Mah., Beyoğlu
34437 Istanbul, Türkiye

WINTERAUSSTELLUNG  Stiftung Starke, Koenigsallee 30 – 32
14193 Berlin
28.11.25 -15.2.26 Groupexhibition
 
KEIN ZUSTAND, SONDERN SYSTEM
GROUP EXHIBITION
June 13 – August 16, 2025
Anna Laudel Düsseldorf
 
In der Gruppenausstellung „Kein Zustand, sondern System“ präsentiert Anna Laudel Düsseldorf acht internationale Künstlerinnen und Künstler: Flóra Borsi, Ekin Su Koç, Brigitte Spiegeler, Anke Eilergerhard, Ardan Özmenoğlu, Tuğçe Diri, Ruth Biller und Irmak Dönmez. Vom 13. Juni bis 16. August 2025 präsentiert die Ausstellung eine vielschichtige Auseinandersetzung mit den Themen Körper, Erinnerung und persönliche Perspektive. Der Ausstellungstitel verweist darauf, dass soziale und kulturelle Strukturen oft individuelle Erwartungen und Erfahrungen mitbestimmen und regt zu einer bewussten Reflexion an.
Die präsentierten Arbeiten der Künstlerinnen analysieren die Konstruktion von Identität in der Kunst auf unterschiedliche Weise: 

Flóra Borsi schafft surreale Bildwelten, die das Verhältnis von Selbstbild und Emotion erforschen, während Ekin Su Koç in ihren Werken Fragen der Migration, Identität und kulturellen Verortung thematisiert. Brigitte Spiegeler beleuchtet in ihren interdisziplinären Arbeiten die Flüchtigkeit von Zeit, Erinnerung und Körperlichkeit und übersetzt diese in vielschichtige visuelle Narrative.

Anke Eilergerhard setzt sich in ihren Skulpturen aus hochpigmentiertem Polyorganosiloxan spielerisch und kritisch mit traditionellen Vorstellungen von Weiblichkeit auseinander. Ardan Özmenoğlu verbindet in ihren farbenfrohen Mixed-Media-Arbeiten soziale Themen mit kulturellen Bezügen und reflektiert so gesellschaftliche Rollenbilder im heutigen Kontext.

Tugçe Diris Arbeiten widmen sich der inneren Auseinandersetzung mit kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen durch die Kombination fragmentarischer und abstrakter Elemente.

Ruth Billers Werk konzentriert sich auf die Dekonstruktion von Körperbildern und die Zersplitterung von Identität. Dabei verwischt sie die Grenzen zwischen Realität und Traum. Irmak Dönmez’ Keramiken spiegeln die gesellschaftliche Kodifizierung des weiblichen Körpers wider. Im Mittelpunkt steht die Brust – als Symbol sexuellen Begehrens und Fürsorgens –, deren visuelle und kulturelle Eigenschaften sie kritisch analysiert.

„Kein Zustand, sondern System“ eröffnet einen Dialograum, in dem persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Themen aufeinandertreffen und die Komplexität der Existenz im Kontext zeitgenössischer Kunst sichtbar wird. Die Werke zeigen, dass Identität kein rein individuelles Gefühl ist, sondern von einem System gesellschaftlicher Kategorisierung geprägt ist, das es zu hinterfragen gilt.